Die zwanzig Paragraphen des Karatedo
Die zwanzig Paragraphen des Karate (Karatedo nijukkajo) wurden um das Jahr 1930 von Funakoshi Gichin
verfasst und 1938 zum ersten Mal im Karatedo Taikan (Überblick über Karatedo) von Nakasone Genwa
publiziert.
Sie sind auch als Shotonijukun (Zwanzig Regeln des Shōtō) bekannt und existieren in mehreren Schreibungen, Aussprachen und Übersetzungen.
Die hier aufgeführten Übersetzungen orientierten sich an der wörtlichen Übertragung durch Heiko Bittmann
und entsprechen der Formulierung von Hendrik Felber.
verfasst und 1938 zum ersten Mal im Karatedo Taikan (Überblick über Karatedo) von Nakasone Genwa
publiziert.
Sie sind auch als Shotonijukun (Zwanzig Regeln des Shōtō) bekannt und existieren in mehreren Schreibungen, Aussprachen und Übersetzungen.
Die hier aufgeführten Übersetzungen orientierten sich an der wörtlichen Übertragung durch Heiko Bittmann
und entsprechen der Formulierung von Hendrik Felber.
1. Vergiss nicht, dass Karatedō mit Höflichkeit beginnt und mit Höflichkeit aufhört.
2. Es gibt beim Karate kein Zuvorkommen (keinen ersten Angriff).
3. Karate unterstützt die Gerechtigkeit.
4. Erkenne zuerst dein Selbst, dann den anderen.
5. Die Kunst des Herzens kommt vor der Kunst der Technik.
6. Es ist notwendig, dass eigene Herz frei zu machen.
7. Unheil entsteht aus Nachlässigkeit.
8. Denke nicht nur im Dōjō an Karate.
9. Die Übung des Karate geht ein Leben lang.
10. Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate, das ist der Zauber der Kunst.
11. Wahres Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht ständig wärmst.
12. Denke nicht ans Gewinnen, doch denke darüber nach, wie du nicht verlierst.
13. Wandle dich entsprechend deinem jeweiligen Gegner.
14. Der Kampf hängt davon ab, wie man Stärken und Schwächen handhabt.
15. Betrachte die menschlichen Arme und Beine als Schwerter.
16. Wenn ein Knabe durch das Tor hinausgeht, hat er hundertmal zehntausend Feinde.
17. Der Anfänger nimmt eine Haltung ein, später folgt der natürliche Körper.
18. Die Form muss korrekt sein (geübt werden), im wirklichen Kampf ist dies jedoch eine andere Sache.
19. Akzentuiere den Krafteinsatz, halte den Körper elastisch und rhythmisiere die Technik.
20. Denke immer nach und arbeite an deiner Vervollkommnung.